Die re:publica 2015 in Berlin #rp15

rp15_banner_160x125_1

Ein ganz persönlicher Erfahrungsbericht von Hotel über Frühstück und Burger bis hin zu den Sessions und ganz vielen Aufklebern

Das war sie nun also, die

re:publica 2015

(05. – 07. Mai 2015, STATION Berlin, WikiLink: http://de.wikipedia.org/wiki/Re:publica )

InnenhofNamensschild

Lange habe ich darauf hingefiebert. 2013 war ich zum ersten Mal dabei, aufgrund der Prüfungen meines Sohnes konnte ich 2014 nicht teilnehmen. Umso größer war die Vorfreude auf 2015.

Und nun bin ich wieder zurück in Stuttgart und möchte euch von meinen Eindrücken berichten. Mein erster Blogartikel in diesem Jahr … ihr seht, ich bin inspiriert von den Erlebnissen in Berlin 😉

TEILNEHMER

Mit statistischen Zahlen möchte ich euch nicht bombardieren, die könnt ihr auf der offiziellen Website https://re-publica.de/ in aller Breite erfahren. Eine Zahl finde ich aber so beeindruckend, dass ich sie doch erwähnen möchte:

Ca. 7.000 Menschen haben die re:publica dieses Jahr besucht!! Mehr Zahlen und Fakten hier …

Auftakt 1

SIEBENTAUSEND! Wow! Nachdem sie 2007 mit 700 Besuchern startete, ist das doch wirklich beeindruckend und zeigt das große Interesse an den Themen Netzpolitik, Politik im allgemeinen, Gesellschaft, Social Networking usw.

Die Re:publica wird oftmals als „Klassentreffen“ bezeichnet. Tatsächlich treffen sich dort viele Gleichgesinnte, aber der Schnuckelfaktor kommt bei dieser Teilnehmerzahl nicht so recht auf. Und ihr hört vielleicht schon raus, diese Menschenmasse ist für mich grenzwertig. Man kann sich in einer großen Menschengruppe doch zuweilen recht einsam fühlen … Ich habe viele Menschen getroffen, die ich von den Barcamps in Stuttgart, am Bodensee und in Karlsruhe kenne, von #pl0gbars und #SchnitzelS Veranstaltungen. Manchmal blieb es bei einem kurzen „Hallo“, einem Winken oder einer Umarmung, manchmal kam es zu einem netten Gespräch. Diese Momente waren sehr schön. Toll, wenn man Leute, die die man aus dem Netz kennt zum ersten Mal live trifft und sie dann auch noch total sympathisch sind.

Doch nun der Reihe nach …

HOTEL

Das Hotel befand sich im quirligen Stadtteil Friedrichshain, das Hotel Michelberger http://michelbergerhotel.com/ .

Ein Designhotel mit hippen Leuten und damit meine ich sowohl das Personal als auch die Gäste. Ein In-Hotel eben. Nicht ganz billig, aber klar, Hauptstadtpreise. Für die vier Nächte zahlten wir für das Doppelzimmer bei Frühbuchung knapp EUR 500 ohne Frühstück. Das Zimmer war hübsch (hochwertige Einrichtung im Design des Hotels), sehr sauber, ausreichend groß, das Bett (Hochbett über eine schmale Holztreppe zu erreichen) bequem. Die großen Fenster lagen zur Hauptstraße und dementsprechend laut war es, wenn man sie öffnete.

Einmal hatte ich eine Situation, die ich etwas abstrus empfand. Wir saßen unten in der Lounge und bestellten ein Glas Wein (durchschnittlicher Rotwein, 0,2 l, EUR 6,90). Die Bedienung sprach uns auf englisch an, worauf ich auf deutsch antwortete. Sie redete munter auf englisch weiter. Nicht das ich sie nicht verstand (hei, ich arbeite in einem amerikanischen Unternehmen), aber ich fragte sie, ob sie nicht deutsch spräche. Sie verneinte. Gut, dann bestellte ich eben auf englisch. Mir kam das sehr gekünstelt vor und so forschte ich eben im Netz ein bisschen nach. Ich fand dabei Beiträge (bei Holidaycheck.de), die ähnliches erzählten und stark an den nicht vorhandenen Deutschkenntnissen zweifeln. Es wird sogar berichtet, dass die Leute sogar gut deutsch sprechen. Ich empfand diese Situation extrem aufgesetzt und strange…

Kurz und knapp … Die Ausstattung top, aber ich hab mich nicht so richtig wohl gefühlt, mir war es wohl zuuu trendig. Aber das ist ja bekanntlich Geschmacksache. Testet es für euch aus. 😉

FRÜHSTÜCK

Gefrühstückt haben wir ganz wunderbar im Café Warschauer Pakt (das Kaffeekombinat). Dieses möchte ich euch unbedingt ans Herz legen! Hier frühstückt man total lecker! Super Kaffee, tolles Angebot an belegten Brötchen und Kuchen und auch auf Extrawünsche wird eingegangen. Das Interieur ist sehr freundlich und liebevoll eingerichtet.

Warschauer Pakt

Hier ein Artikel, der zur Eröffnung geschrieben wurde. Dort findet ihr auch die Adresse des Cafés: https://www.berlinonline.de/nachrichten/friedrichshain/neuerffnung-caf-warschauer-pakt-20845

Und jetzt zur Hauptsache, der Grund der Reise …

der re:publica 2015 „Finding Europe“

SESSIONS

In diesem Jahr habe ich mir ein kleines Notizbuch mitgenommen, in das ich mir die besuchten Sessions und deren Kernaussagen notierte. Als alte Scrapbookerin hat es mir natürlich auch riesig Spaß gemacht, das Buch neben meinen Aufschrieben mit Klebern und Zeichnungen zu verhübschen 😉

Notizbuch 2 Notizbuch 1

Zu allen Sessions findet ihr die Beschreibung auf der Seite der re:publica und zum großen Teil auch Videos bei YouTube. Daher werde ich auf ausführliche Beschreibungen verzichten. Die Sessions, die ich für sehenswert empfinde, kennzeichne ich mit „gut“ bzw. „top!“ oder „top! top! top!“ und selten mit „flop!“ 😉

TAG 1 (05. Mai 2015)

  1. Eröffnung/Begrüßung
  2. Sketchnotes für Einsteiger – top!
  3. #butterbeidiefische mit Tanja und Johnny Häusler (TINCON)
  4. Stimmen im Netz – Die Podcast-Sessin – top!
  5. Geteiltes Leid ist halbes Leid? (Medien-) Ethik
  6. Film und TV made in Germany mit dem Team Wallraff, Kai Wiesinger und Bettina Zimmermann von „Der Lack ist ab“ und dem Team Tatort Berlin (Meret Becker) – gut

TAG 2 (06. Mai 2015)

  1. Schwarmdummheit mit Gunter Dueck – top!
  2. Kontaktlos-Mobile Payment in Europa mit Christina Hütten – gut
  3. Hype, Hype – Superhype
  4. Wie privat ist privat? Die tägliche Entscheidung eines Familienbloggers
  5. DIE ABSOLUTE WANSINNS HIGHLIGHT SESSION!!11elf!
    Blue Dot Mission – Sechs Monate Leben und Arbeiten auf der ISS mit Astronaut Alexander Gerst – top! top! top!
    .

    .
    Unbedingt bei Youtube ansehen. Der Mann ist intelligent und ein super Unterhalter. Die Bilder und Geschichten sind fantastisch
  6. Vom Silversurfer zum Silvernerd – und wie man Familie 2.0 ans Laufen kriegt – top!
    Hier zum Blogartikel – lesenswert und sehr amüsant!

TAG 3 (07. Mai 2015)

  1. Depressionen im Internet – top!
  2. Entzauberung #Neuland – flop!
  3. Fremd gehen nur die anderen – Liebe und Beziehung in Zeiten der Digitalität – top!
    .

    .
    Sehr unterhaltsamer Vortrag. Sehenswert.
  4. Vergiss Kurzweil
  5. Der Rabbi und die koscheren Gummibärchen – gut
  6. Männersache Computer – flop!
  7. Digitalisierung und seelische Gesundheit – gut
  8. Workshop deutsche Gebärdensprache – top!
    Hierzu gibt es leider keinen Beitrag auf YouTube …
    Gebärdensprache Gebärdensprache 2
  9. Abschlussveranstaltung mit vielen Zahlen, einem Weltrekordversuch und dem jährlichen gemeinsamen Bohemian Rhapsody Song

In den Pausen habe ich Aufkleber gesammelt … das Projekt „die Biotonne muss schöner werden“ läuft! 😀

Kleba

Uffz! Viel gesehen, viel gehört. Nun werde ich mir Blogs anschauen, das ein oder andere Video ansehen und von den inspirierenden Tagen in Berlin zehren.

Das kulinarische Ende wurde dann übrigens mit einem leckeren Burger bei Zsa Zsa Burger http://www.zsazsaburger.de/ zelebriert … das war ein Fest 😀 . Wer mal nen leckeren Burger in Berlin essen möchte, ist dort genau richtig. Danke für den Tipp, Frank!

Zsa Zsa

Mit dem Wetter hatten wir viel Glück, oft Sonne und kaum Regen. Die Organisation, die Location, die Verpflegung – alles hat super gepasst. Hier ein recht herzliches Dankeschön an die Verantwortlichen und an alle Helfer.
Danke den vielen Menschen, die eine Session hielten. Es gehört schon eine Menge Mut dazu, sich von die kritische Netzgemeinde zu stellen. Meinen tiefsten Respekt!! So eine Veranstaltung lebt vom Mitmachen.

FAZIT

Es waren wieder tolle Tage in Berlin. Ob ich das nächste Jahr wieder zur re:publica fahren werde, weiß ich noch nicht. Es gibt ja auch noch so viele tolle Barcamps … Ja, was unterscheidet die Barcamps von der re:publica. Im Vergleich zur re:publica sind die Barcamps tatsächlich schnuckelige Klassentreffen 😉 Die Teilnehmerzahl ist nur ein Bruchteil. Barcamps sind Unkonferenzen, das bedeutet, dass das Programm vorher noch nicht feststeht. Es wird in der Eröffnungsveranstaltung von den Teilnehmern gestaltet. Das hat schon was. Promis treten bei Barcamps eher selten auf, die Qualität der Vorträge muss darunter aber nicht zwangsläufig leiden.

Berlin ist eine beeindruckende Stadt. Als wir an einem der Abende bei einem kleinen Weinlokal zu Gast waren, setzte sich der Inhaber zu uns an den Tisch und sagte: „Berlin ist nicht Deutschland“.    Es gibt so viele Nationalitäten in der Stadt und genau das finde ich toll und macht Berlin einzigartig und farbenreich.
Ich habe noch nie so viele Fahrradfahrer morgens im Berufsverkehr gesehen, was mich als autobefreite Person besonders positiv angesprochen hat.
Auf Dauer wäre mir die Stadt zu groß und zu hektisch. Ich bleibe in Stuttgart 😉 Aber, es sind ja auch schon genügend Schwaben in der Hauptstadt, somit passt ja alles.

Friedrichshain Luftballon Brandenburger Tor Ampelmännchen Berlin, Berlin Fernsehturm
BerlinHeimflug

Bist du nächstes Jahr dabei?

Lieben Gruß von der FrauSim.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s