Mein neues Leben ohne Auto in Stuttgart

Wie es dazu kam …

Im Zuge der privaten und beruflichen Trennung von meinem Mann, musste ich den Geschäftswagen im Sommer letzten Jahres abgeben.

Bis dahin war ich überzeugte Autofahrerin. Ich fuhr gerne, gerne auch schnell, gerne auch kleine Wege 🙂

Die neue Lebenssituation …

Alleinerziehend mit zwei Teenagern bleibt nicht viel Geld am Monatsende übrig. Und so habe ich mich dann schweren Herzens dazu entschlossen, auf das Auto zukünftig zu verzichten.

Dieser Schritt war nicht leicht, das gebe ich zu. Es ist schon irgendwie frustig, wenn man sich eingestehen muss, dass ein Auto zu teuer ist.

Aber ich gestand es mir ein und so lebe ich nun seit einem halben Jahr ohne Pferdestärke.

Wie geht das so ohne Auto in Stuttgart?

Mein neuer Arbeitsplatz befindet sich Mitten in der City. Ich wohne in einem Vorort von Stuttgart, der an die Stadtbahn angeschlossen ist.

Ich habe mir ein Jahresticket der VVS besorgt. Die Fahrt zur Arbeit empfinde ich als sehr angenehm mit den ÖPNV. Es tut sogar gut, morgens und abends erst mal ein paar Schritte zu laufen und frische Luft zu schnappen.

Weite Wege habe ich schon mit dem Zug zurückgelegt oder Freunde nehmen mich mit. Auch Taxifahrten aus der Stadt nach Hause habe ich mir gegönnt. Da der Weg nicht allzu weit ist, lässt sich das von Zeit zu Zeit mit 15 Euro finanzieren.

Und ich nehme an einem Carsharing-Projekt teil, das mir meine Mutter ermöglicht.

Sie leiht mir ihr Auto am Wochenende, so dass ich die Möglichkeit habe, größere Einkäufe (Getränke und Vorräte) zu erledigen, ohne mich abzuschleppen.

Warum sich nicht privat ein Auto teilen?

Vielen Dank, Mum! Du bist super!

Kleinere Einkäufe erledige ich übrigens ganz schmerzfrei und ohne mit zu schämen mit ihm hier …

IMG_7186

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Ansonsten gibt es natürlich zahlreiche offizielle Carsharing Projekte in Stuttgart, die ich nutzen könnte …

– http://www.stadtmobil.de/

– https://www.car2go.com/de/stuttgart/#

– http://www.flinkster.de/

… und viele mehr. Gerne könnt ihr mir Links schicken und eure Erfahrungen mitteilen!

Résumé …

Meine Bedingungen für ein autofreies Leben sind extrem gut, da ich Anbindung an die Stadtbahn habe und meine Arbeit im Herzen von Stuttgart liegt. Außerdem habe ich die Möglichkeit an Carsharing-Projekten teilzunehmen, in meinem Fall ist das Projekt mit meiner Mutter das für mich beste.

Neben dem Spareffekt trage ich zum Umweltschutz bei und habe viel mehr Bewegung an der frischen Luft als früher.

Na, hast du auch schon mal über ein autofreies Leben nachgedacht?

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8 Kommentare zu “Mein neues Leben ohne Auto in Stuttgart

  1. Ein Thema, das bewegt … im wahrsten Sinne des Wortes.

    Danke allen für die interessanten Kommentare!

    Und „Hackenporsche“ find ich super! Kannte ich noch nicht 😀

  2. Als extreme Autonärrin hätte ich nie gedacht, dass ich das mal sagen würde: Bei Deinen Bedingungen hätte ich auch kein Auto mehr. Ich fahre nach Stuttgart, parke und mein Wagen bleibt stehen bis ich wieder abfahre. In der Schweiz habe ich nicht so gute Bedingungen und bin leider auf ein Auto angewiesen. Ich finde es toll, dass Du autofrei lebst!

  3. Die Umgebung muss auch bisschen passen, damit es ohne Auto geht. Wenn man zuweit außerhalb wohnt, wird es schwierig. Wir sind seit 30 Jahren autofrei und haben es für uns organisiert. Ich fahre jeden Tag mit dem Zug zur Arbeit und genieße es (meistens) Für kleines Geld gab es zum Ticket den 1.Klasse Aufschlag und so kann man relativ relaxed pendeln. Da ich mich auf der Heimfahrt bereits entspannen kann, komme ich Zuhause schon entspannt an.
    Tierarzt und Co machen wir mit dem Taxi und ansonsten machen wir es wie Ichhebgleichab : im Internet gibt’s fast alles 🙂
    Wenn man will, dann geht es ohne Auto und Einbußen an Lebensqualität. Es ist die Bequemlichkeit, die viele glauben läßt, es ginge nicht ohne…

  4. Einkäufe, Kindertaxi… ganz ohne Auto geht’s hier in Filderstadt nicht. Aber seit ich den ÖPNV nutze, fahre ich sehr viel weniger. Die Kinder werden älter und haben Fahrräder bzw. nutzen auch öffentliche Verkehrsmittel. Urlaubsfahrten haben wir noch nie mit dem Auto gemacht. Der Leasingvertrag meines Autos läuft im März aus, dann haben wir nur noch eins. Dadurch spare ich ca. 600€ im Monat. Ich mochte das Auto, den Komfort… aber ich fahre eigentlich nicht mehr gerne. Das alte Auto sollte noch 1-2 Jahre halten und wird dann durch einen Kleinwagen ersetzt. Reicht mir.

  5. Ich hab schon seit mehr als 10 Jahren kein Auto mehr und vermisse es überhaupt nicht.
    Einkaufen lässt sich auch prima mit einem Rucksack oder noch größere Sachen mit einem Bollerwagen. Damit fahre ich auch meine etwas pummeligen Katzen zum Tierarzt 🙂
    Und heutzutage kann man zudem so ziemlich alles im Internet bestellen und nach Hause schicken lassen. Bleibt allerdings oft das Problem der Paketannahme, das ich allerdings dank der Ladenbesitzer unten im Haus nicht habe.
    Sicherlich muss man manchmal etwas mehr organisieren. Dafür hat man aber deutlich weniger Kosten. Und viele rechnen auch nicht ehrlich, wieviel Zeit auch das Auto fahren kostet: Parkplatzsuche, Werkstattbesuche, regelmäßig zur Tankstelle, waschen, Stau… Von dem Stress ganz zu schweigen.
    Ich jedenfalls habe nicht die Absicht, mir je wieder ein Auto zuzulegen.

    • Kombi aus Muskelantrieb (zu Fuß & Rad), öffentlichem Nah- u. Fernverkehr, privatem u. kommerzielem Carsharing funktioniert für uns Großstadtbewohner mittlerweile sehr gut. Problematisch nur für Landbevölkerung bzw. regelmäßige Hinterlandbesucher. Weiteres Manko: der spontane Ausflug ins Grüne/Blaue (ohne Organisation geht nix).

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